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Katzen: Schweinefleisch gehört in den Napf

Schweinefleisch für Katzen ruft oft schon bei purer Erwähnung die Ernährungspolizei auf den Plan. Ähnlich wie im Hundenapf ist diese Fleischsorte mit einigen Vorurteilen behaftet. Dürfen Katzen Schweinefleisch essen und wenn ja, in welcher Form? In unserem Beitrag erfährst Du, warum Katzen und Schweinefleisch so umstritten sind und was Schweinefleisch im Katzenfutter zu suchen hat.

Schweinefleisch für Katzen

Wer schon mal Katzen Schweinefleisch essen sah, weiß genau, dass es nicht am Geschmack oder kätzischen Präferenzen liegt, wenn das Thema in den Medien immer wieder auftaucht und kritisch beäugt wird. Die meisten Stubentiger lieben nämlich Schweinefleisch – wegen dessen intensiven Geschmacks, der festen Konsistenz und der moderaten Menge Fett, die als hervorragender Geschmacksträger gilt. Auch von den Nährwerten her ist Schweinefleisch für Katzen eine gesunde und sinnvolle Abwechslung. Und trotzdem kommen immer wieder Bedenken hoch. Womit lässt sich die unterschwellige Abneigung gegen Schweinefleisch erklären?


Ist Schweinefleisch für Katzen ungesund?

Ähnlich wie Rind, Geflügel, Pferd oder Wild, so dürfen Katzen auch Schwein essen. Diese Fleischsorte ist reich an Eisen und liefert hochwertiges Protein. Fettere Körperteile vom Schwein sind – eben dank des höheren Fettanteils als Geschmacksträger – besonders lecker und enthalten viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Mageren Teilen wie Filet, Herz oder Schnitzel fehlt vielleicht der Fett-Kick, sie sind aber immer noch sehr hochwertige Eiweißlieferanten, die auch im Napf von molligen Katzen landen dürfen. Warum haben denn so viele Tierhalter Bedenken gegen Schweinefleisch im Katzenfutter?

Schweinefleisch im Katzenfutter: Ist das nicht zu fett?

Den eigenen Teller im Blick, führen viele Halter das Argument an, dass Schweinefleisch Katzen viel zu fett ist. Man will doch die Mieze nicht mästen! Allerdings unterscheidet sich der Rohfettgehalt von Katzenfutter mit Schweinefleisch nicht von dem anderer Fleischprodukte. So enthalten beispielsweise Hopey’s Futtersorten „Lachs pur“, „Sprotten pur“ oder „Rind & Lachs“ genauso viel Fett wie Schweinefleisch. Das Dosenfutter „Lammfleisch pur“, „Putenfleisch pur“ oder „Wild & Rind“ haben sogar noch etwas höheren Fettgehalt. Nur pures Rind- und Hühnerfleisch sind deutlich magerer. Der Blick auf die Deklaration entkräftet das weit verbreitete Vorurteil also. Katzenfutter aus Schweinefleisch befindet sich im sicheren Mittelfeld, was den Fettgehalt betrifft.

Rohes Schweinefleisch für die Katze?

Wer die heikle Beziehung „Katzen & Schweinefleisch“ verstehen möchte, sollte etwas tiefer graben. Denn am wichtigsten bei diesem Thema ist die Tatsache, dass die Fleischsorte nicht roh verfüttert werden darf – sie eignet sich also nicht für einen BARF-Plan.  Das Fleisch von Haus-, aber auch Wildschweinen kann nämlich – zwar äußerst selten, aber immerhin – das Aujeszky-Virus enthalten, das die „Pseudowut“ verursacht. Die Erkrankung ist nicht behandelbar und endet für die meisten Katzen (aber auch Hunde) tödlich. Interessanterweise ist der Erreger für uns Menschen völlig harmlos, deswegen wird Schweinefleisch nicht standardmäßig auf das Vorhanden von SuHV-1 – so der medizinische Name des Übeltäters – untersucht.

Was ist Aujeszky-Virus?

Der Name des gefährlichen Virus stammt von dem ungarischen Tierarzt Aladár Aujeszky, der den Erreger untersucht und bereits 1902 erstmalig wissenschaftlich erfasst hat. Zu seinen Ehren wird die Erkrankung als Aujeszky’sche Krankheit bezeichnet. Die Abkürzung SuHV-1 steht für Suides Herpesvirus 1, das – wie der Name schon verrät, zu der Familie der Herpes-Viren gehört. Der natürliche Wirt des Aujeszky-Virus ist das Haus-, aber auch das Wildschwein, die es auf andere Säugetiere übertragen können. Für sehr junge Ferkel ist der Erreger meist tödlich, ältere Tiere bekommen in der Regel meist nur Fieber und Atemwegserkrankungen, können die Infektion aber selbst bei einem leichten Verlauf problemlos weitergeben. Wildschweine stecken die Erkrankung in aller Regel leichter weg, sind aber ebenfalls Träger und können andere Spezies anstecken, wie etwa Jagdhunde bei der Arbeit oder wild lebende Katzen.

WICHTIG
Während SuHV-1 gelegentlich im Wildfleisch nachgewiesen wird, gilt Mastschweinezucht in Deutschland bei reiner Stallhaltung als Aujeszky-frei und das bereits seit 2004.

Dürfen Katzen gekochtes Schweinefleisch essen?

Wenn rohes Schweinefleisch für Katzen potenziell gefährlich ist, was ist dann um gekochtes oder gebratenes? Da das Virus durch Erhitzen – also auch Kochen oder Braten – vollständig zerstört wird, ist gegartes Schweinefleisch für Katzen vollkommen unbedenklich. Schon eine Temperatur über 55°C setzt den Erreger nach einer halben Stunde komplett außer Gefecht – und die meisten Sorten von Dosenfutter erfahren bei seiner Verarbeitung meist höhere Temperaturen, um Keime aller Art zu vernichten. Während also strikte Barfer auf (Wild-)Schweinefleisch verzichten müssen, sind die sogenannten Dosen-Barfer besser dran: Sie können ihren Katzen Schweinefleisch in gekochter Form ohne Bedenken kredenzen.

Die wichtigsten Fakten

  • SuHV-1 löst bei Katzen und Hunden die Aujeszkysche Krankheit aus, die fast immer tödlich verläuft
  • Für Menschen ist das Herpesvirus ist vollkommen ungefährlich.
  • Hausschweine in Deutschland sind seit 2004 Aujeszky-frei
  • Durch das Erhitzen des Fleisches wird der Erreger abgetötet
  • Gekochtes Schweinefleisch für Katzen ist unbedenklich

Schweinefleisch für allergische Katzen

Der schlechte Ruf von Schweinefleisch für Katzen, der sich lange Zeit – völlig unbegründet – unter den Haltern festgesetzt hat, hat aber auch einen positiven Nebeneffekt. Diese Fleischsorte war viele Jahre als Dosenfutter nicht vorhanden, jedenfalls nicht unter den guten Manufakturen. Verbannt und vergessen. Und was ist gut daran? Die lange Absenz von Schweinefleisch bedeutet im Umkehrschluss, dass unsere Miezen damit nicht in Berührung gekommen sind und auch keine Allergien dagegen entwickeln konnten. Somit eignet sich Schweine-, aber auch Wildschweinefleisch großartig für allergische Katzen und solche, die Du aufgrund einer Futtermittelallergie auf eine Ausschlussdiät setzen musst.

Beachte:
Wenn Du in der Vergangenheit auf Katzenfutter minderer Qualität, mit einer geschlossenen Deklaration gesetzt hast, in dem es beispielsweise lediglich „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ auf der Zutatenliste stehen, kannst Du nicht sicher sein, dass da nicht auch Schweinefleisch verwendet wurde.

Fazit

Während sich das Tabu um Schweinefleisch für die Katze nur auf rohes Fleisch bezieht, ist Gekochtes, Gebratenes oder anderweitig Wärmebehandeltes sicher zu verfüttern und auch gerne angenommen.

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