Dürfen Hunde Fisch essen?

31.07.2016 15:15

Fisch für Hunde: Ein Vitaminwunder

Dürfen Hunde Fisch essen

Die natürlichen Inhaltsstoffe von Fischen lassen das Herz eines jeden Hundeernährungsberaters höher schlagen: Fisch enthält reichlich wichtige Vitamine – A, B2, B3, B12 und D – aber auch relevante Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Selen. Seefische enthalten auch viel natürliches Jod, das gerade bei sehr aktiven Hunden benötigt wird. Auch mit lebensnotwendigen Aminosäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, vor allem  dem wertvollen Omega-3 wird der Hund versorgt, wenn Fisch auf seinem Speiseplan steht: Allen voran die fettreichen Meerestiere wie Hering, Makrele, Lachs, Sardine oder Thunfisch enthalten viel Omega-3. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend, besonders bei Allergien, Arthritis, Hautproblemen oder Herzerkrankungen. Sie senken das Blutfett und stärken das Herz. Der geringe Bindegewebe-Anteil in seinem Fleisch macht Fisch zu einer besonders leicht verdaulichen Mahlzeit – ideal auch für ältere oder kranke Hunde.

Fisch für Hunde: Vorsicht vor Thiaminase

Nicht jeder Fisch eignet sich allerdings gleich gut für den Hund (und auch die Katze): Viele Fische enthalten das Enzym Thiaminase, welches Vitamin B (Thiamin) spaltet und für den Körper unbrauchbar macht. Thiaminase wird nur durchs Erwärmen – also Kochen, Dunsten oder Braten – zerstört, ist aber kälteunempfindlich, d. h. bestimmte Fischsorten enthalten das Enzym sowohl im rohen als auch im gefrorenen Zustand. Thiaminase wird irgendwann von den körpereigenen protein-spaltenden Enzymen im Verdauungstrakt des Hundes zerstört, bis das aber geschieht, „leidet“ das Vitamin B unter der Anwesenheit des Fischenzyms. Eine Lösung wäre es, den Fisch zu erhitzen, dadurch werden aber wiederum andere Vitamine und Mineralstoffe vernichtet. Was tun?
Da viele Hunde Fischgerichte – egal ob Hauptmahlzeiten, Kauartikel oder Belohnungssnacks - extrem lecker finden und leidenschaftliche Freudentänze vorführen, wann immer sie Fisch in ihrem Napf serviert bekommen, empfiehlt es sich, auf nicht thiaminasehaltige Fische zu setzen oder auf eine erhöhte Zufuhr von Vitamin B1 mit anderen Lebensmittel zu achten.

Diese Süßwasserfische enthalten keine Thiaminase:

  •  Aal (Anguilla anguilla)
  • Bachforelle (Salmo trutta fario)
  • Seeforelle (Salmo trutta lacustris)
  • Regenbogenforelle (Salmo gairdneri o. Oncorhynchus mykiss)
  • amerikanischer Flussbarsch (Perca flavensces)
  • Flussbarsch (Perca fluviatilis)
  • Hecht (Esox lucius)
  • Schwarzbarsch (Micropterus dolomieu)


Diese Seefische enthalten keine Thiaminase:

  • Dorsch /Kabeljau (Gadus morrhua) – s.  Dorschfilet Taler
  • Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus)
  • Seelachs (Pollachius virens) – s. Seelachs Happen
  • Lachs (Salmo salar)
  • Makrele (Scomber scombrus)
  • Meeräsche (Mugil spp.)
  • Dorade / Meerbrasse (Stenotomus aculeatus)
  • Rotbarsch (Sebastes marinus) - s. Rotbarschhaut Taler
  • Scholle (Pseudopleuronectes)
  • Seehecht / Meerhecht (Merluccius merluccius)
  • Silberlachs (Oncorhynchus kisutch)

Fischbandwurm beim Hund: Einfrieren besser als Kochen

Bei der Fütterung von rohem Fisch scheiden sich die Geister. Die BARFER weisen auf den Nährstoffreichtum hin: Je frischer der Fisch ist, desto mehr Vitamine und Mineralstoffe enthält er. Beim rohem Fisch besteht allerdings auch die Gefahr, dass der Hund – oder auch die Katze - sich mit dem Fischbandwurm infiziert. Der Fischbandwurm kommt in den Binnenseegebieten Europas vor, aber auch in Asien und Amerika, er greift also Süßwasserfische an, die nach dem Verzehr durch den Hund oder die Katze sich in deren Körper einnisten. Wenn man also jegliches Risiko ausschließen will, soll man den rohen Süßwasserfisch für einige Tage bei mindestens minus 10 Grad oder einen vollen Tag bei minus 18 Grad einfrieren. Beim Rohfisch, der noch sehr frisch ist, bleibt der Großteil seiner wertvollen Inhaltsstoffe auch beim Frieren erhalten. Das Erhitzen tötet dagegen die meisten essentiellen Nährstoffe.

Fisch mit oder ohne Gräten füttern?

Die Fischgräten sind im rohen Zustand – ähnlich wie Knochen bei Hähnchenflügeln – weich, elastisch und werden vom Hund gut vertragen. Nach dem Kochen werden sowohl Gräten als auch Knochen sehr hart und brüchig, können also beim Verzehr sehr leicht splittern, extrem spitz werden und die inneren Organe verletzen. Wer sich für die Rohfütterung entscheidet und auf Nummer sicher gehen will, sollte alle großen Gräten entfernen. Dann kann sich der Hund auch nicht verschlucken. Die Trockenfische, die wir im Sortiment führen, werden nach dem Fang per Hand filetiert.

Massentierhaltung im Wasser: Nachteile der Fischfarmen

Wie immer in unserer industrialisierten und auf Maximalprofit eingestellten Welt ist nicht jeder Fisch gleich gut. Nicht anders als bei der Massentierhaltung der Kühe oder Schweine, fielen auch Fische der menschlichen Habgier zum Opfer. In den meisten Aquakulturen werden die Fische in der Regel in Netzen gehalten, die in natürlichen Gewässern angebracht sind - nicht anders als bei Käfighaltung von Hühnern, nur in einem anderen Element.
Damit die Fischfarmen die steigende Nachfrage decken und möglichst hohen Gewinn schlagen können, tummeln sich extrem viele Tiere in jedem Netz. Das erhöht die Ansteckungsgefahr bei Krankheiten, die wiederum durch Spezialfutter gefördert werden. Das angereicherte Futter dient natürlich dem möglichst schnellen Wachstum. Gegen die Krankheiten gehen die Züchter mit massiven Einsatz von Antibiotika vor, die dann mit dem Fisch im Hunde- oder Katzennapf landen, aber auch in die natürlichen Gewässer gelangen und sie verunreinigen.

Nach Angaben der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO stammte 2013 fast jeder zweite Fisch aus einer Aquakultur: Diese Angaben beziehen sich natürlich auf den menschlichen Verzehr. Das erschreckende ist: Ursprünglich sollte Fischzucht der Überfischung der Meere entgegenwirken, im Endeffekt hat sie den menschlichen Raubzug in den Ozeanen teilweise noch verstärkt. Viele Raubfischarten, die sich in der freien Wildbahn mit dem Fleisch anderer Fische ernähren, müssen auch in der Gefangenschaft mit kleineren Artgenossen gefüttert werden, die in der Regel direkt aus dem Meer stammen. Um die hungrigen Mäuler der Zuchtfische zu stopfen, plündern die Züchter also die Ozeane.

Trockenfisch: Wildfang und Natur pur

Bei dem Trockenfisch, den wir in unserem Online-Shop als leckere Zwischenmahlzeit und Belohnungssnack für Hunde und Katzen anbieten, setzen wir auf Wildfang in sauberen Gewässern. Der kalte Nordatlantik rund um das raue und ursprüngliche Island zählt zu den saubersten Meerwasser der Welt: Ein dort gefangener Fisch ist garantiert frei von Antibiotika und Anabolika. Frisch im Sortiment führen wir: Dorschhaut-Leckerli 50 g, Dorschfilet-Taler 75g, Seelachs-Happen 75 g, Rotbarschhaut-Taler 150 g und Dorschhaut-Kauartikel 200g.

Fisch für Hunde: gesund und lecker

Zusammenfassend lässt sich sagen: Hunde dürfen nicht nur Fisch essen, sondern sollen es und lieben es auch meistens, nicht zuletzt aufgrund des Geruchs. Wenn man ein paar Dinge beachtet, ist der Fisch für das Haustier ein kulinarisches Geschenk!


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